Berichte

Plöckenpass

Naturfreunde Groß-Gerau klettern und wandern

auf den Spuren des 1. Weltkrieges


4 Naturfreunde haben vom 19. bis 26.08.2006 unter der Führung von Fachgruppenleiter Willi Jacobi bei bestem Wanderwetter eine Klettersteigwoche im karnischen Hauptkamm verbracht. Hauptziel war der Plöckenpaß an der österreich – italienischen Grenze.
Nach der Anreise in Fahrgemeinschaften wurde die Unterkunft in der Jugendherberge des Ortsteils Mauthen ( 706 m) in direkt an der Gail bezogen. Das Frühstück und Abendessen wurde während der Woche im gegenüberliegenden Hotel Erlenhof eingenommen.
Schon am ersten Klettertag wurde den Teilnehmern am Oberst – Gressel -Gedächtnisweg, der vom Plöckenpaß ( 1290 m ) auf den Kleinen Pal ( 1866 m ) führt, durch nassen und feuchten Fels alles abverlangt. Österreichische Naturfreunde, die den gleichen Steig gingen, waren für unsere Hilfe dankbar. Am Ende des Klettersteiges angekommen, konnten wir noch sehr gut erhaltene Frontwege und Stellungen an einem hart umkämpften Kriegsschauplatz des 1. Weltkrieges sehen.
Nach einem schönen 6-stündigen Wandertag über die Öderhütte - dieser Montag war mehr oder weniger als Erholungstag gedacht - nahmen am Dienstag einige Teilnehmer die Gelegenheit eines Venedigbesuches war.
Die anderen Naturfreunde stiegen vom Plöckenpaß durch einen 180 m langen historischen Kriegstollen ( mit 110 m Höhenmeter ) und dem Steinbergerweg auf den Cellon ( auch Frischenkofel, 2.238 m ).
Am Mittwoch wurde der Cellon wegen seines griffigen Felses ein zweites Mal über den Geo-Trail und eine andere Aufstiegsroute erklommen.
Tags darauf wanderten wir über die Enzianhütte ( mit herrlicher Aussicht auf Kötschach.-Mauthen ), Mauthner Alm ( 1860 m ) und Valentinalm ( 1205 m ) über die Theresienhöhe ( 1300 m ) zum Plöckenhaus. Idealerweise entlud sich das Gewitter genau bei unserem Zwischenstop auf der Valentinalm.
Der letzte Tag ( Freitag ) war eine gelungene Bergtour mit Klettersteig. Schon die Anfahrt über die Schotterstraße von Weidenburg ( 720 Hm ) zur Dr. Steinwender-Hütte ( 1738 Hm ) war ein erstes Tageserlebnis. Von der Dr.Steinwender-Hütte ging es über den kleinen Trieb ( 2096 m ) mit herrlicher Sicht in die Hohen Tauern per Klettersteig auf den Hohen Trieb ( 2199 Hm ). Der Abstieg erfolgte über exponierte Grashänge, die absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderten zum neuen Rifugio Fabiani ( 1547 Hm ) und weiter über das Törljoch ( 1.797 Hm ) zurück zur Dr.Steinwender-Hütte.
Während der erlebnisreichen Tage in gesunder Bergluft konnten wir natürlich auch ausgiebig sowohl Fauna – wie Murmeltiere und Alpensalamander- als auch Flora – wie Edelweiß und Enzian – bewundern.
Am Samstag war für ein Teil der Naturfreunde die Rückreise angesagt; 2 Natufreunde reisten weiter ins Virgental,Osttirol  zur 1-wöchigen Hüttentour auf dem Lasörlinghöhenweg.
Verfasst von Tourenteilnehmer Horst Hartmann